Für und Wider zum Thema Beerenwanze bekämpfen

Wie der Name erahnen lässt, ernährt sich die Beerenwanze bevorzugt von Beerenobst. Beim Aussaugen der Beeren hinterlässt die Wanze Spuren ihres Speichels in der Frucht, der die Früchte für Menschen ungenießbar macht.

Dieser Schaden an Nutzpflanzen wie Johannisbeere, Himbeere oder Brombeere ist es, der in vielen Gartenbesitzern den Wunsch aufkeimen lässt, die lästige Wanze zu bekämpfen. Doch das etwa 10 Millimeter lange Insekt mit der bräunlich-violetten Färbung und den schwarz-weiß geringelten Fühlern richtet nicht nur Schaden an. Sie ernährt sich nicht ausschließlich von den süßen Früchten der Beerensträucher, sondern frisst auch Insekten, die weit mehr Schaden anrichten können als sie selbst. Blattläuse und Spinnmilben stehen ebenso auf dem Speiseplan der Beerenwanze wie kleine Raupenarten. Diese können sowohl an Nutz- als auch an Zierpflanzen großen Schaden anrichten. Da die Beerenwanze fast nie in so hoher Zahl auftritt wie Spinnmilben oder Blattläuse, wird von Experten häufig sogar von der Bekämpfung der Wanzen abgeraten. Sie schädigen meist nur einzelne Früchte und können so kaum einen nennenswerten Schaden anrichten. Es ist nicht gesundheitsschädlich, sondern lediglich ärgerlich, wenn man beim Naschen am Obststrauch eine bittere Beere erwischt, deren Geschmack von der Wanze beeinträchtigt wurde.

Im Handel gibt es einige Insektizide, die saugende Insekten bekämpfen und von Pflanzen fernhalten sollen, jedoch ist kein spezielles Mittel gegen die Beerenwanze erhältlich. Stattdessen gibt es natürliche Methoden, mit denen man dem saugenden Insekt zu Leibe rücken kann. Eine Methode ist das bloße Abschütteln oder Absammeln der Wanzen von den Pflanzen. Eine weitere Methode ist das Ansiedeln natürlicher Fressfeinde, wie einigen Amphibien- und Vogelarten. Genaue Informationen dazu findet man in Fachzeitschriften oder entsprechenden Internetforen. Wer die Beerenwanze bekämpfen möchte, sollte sich informieren, wie es möglich ist, ohne chemische Mittel ein ökologisches Gleichgewicht im eigenen Garten zu erreichen, das den Einsatz von Giften überflüssig macht. Dazu ist es jedoch nötig, diesen Tieren dauerhaft einen optimalen Lebensraum zu bieten.