Lohn für Altenpflege: Die Gehälter sind unterschiedlich
Die Verdienste in der Altenpflege unterscheiden sich stark zwischen den einzelnen Trägern und Bundesländern. Seit Neuestem gilt nun ein Mindestlohn, um einen größeren Anreiz zu schaffen, den Pflegeberuf zu ergreifen.
Altenpfleger arbeiten in Alten- und Pflegeheimen, in Klinikabteilungen und Rehabilitationszentren. Außerdem sind sie im betreuten Wohnen und in der Pflege zu Hause tätig. Durchschnittlich verdienen Altenpfleger 1,705 Euro brutto. Männer erhalten 1,831 Euro und Frauen etwa 60 Euro weniger. In der Praxis kann der Lohn für Altenpflege aber geringer oder höher ausfallen, da kaum Tarifverträge existieren. Außerdem zeigen sich zwischen den Bundesländern erhebliche Unterschiede. Generell verdienen examinierte Pflegekräfte mehr als Hilfskräfte, die vor allem einfachere Leistungen erbringen und zum Beispiel Senioren beim Essen, Waschen oder Anziehen helfen. Manchmal werden Feiertagszuschläge, Urlaubsgeld, Überstunden und Nachtarbeit bezahlt.
Wer sich unsicher ist, ob er genügend verdient, kann im Internet Seiten mit Gehaltsvergleichen finden. Die Löhne unterscheiden sich auch zwischen den privaten, kirchlichen und städtischen Trägern. Die privaten Träger zahlen zum Teil weniger, teilweise aber auch mehr als die kirchlichen und städtischen. Bei privaten Trägern kann man unter Umständen auch über den Lohn verhandeln. In Bundesgebieten mit einer hohen Arbeitslosenquote gestaltet sich dies allerdings in der Regel schwieriger. Seit August 2010 gibt es nun aber einen Mindestlohn. Er beträgt in den alten Bundesländern 8,50 Euro und in den neuen 7,50 Euro pro Stunde. Dieser Mindestlohn wurde unter anderem auch durchgesetzt, weil wegen der Alterung der Gesellschaft schon jetzt viele Pflegekräfte fehlen und sich der Mangel aller Berechnung nach noch verstärken wird.